Neue Projekte

Zur Förderung der Prävention von Healthcare-assoziierten Infektionen arbeitet Swissnoso laufend an neuen Projekten.

Swissnoso als nationales Zentrum für Infektionsprävention fördert neben den bestehenden Modulen die Erforschung Healthcare-assoziierter Infektionen und deren Prävention. Auf dem Boden wissenschaftlicher Erkenntnisse sollen in der Schweiz neue Interventionen und Surveillance-Methoden etabliert werden. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und anderen Institutionen des schweizerischen Gesundheitswesens erarbeitet Swissnoso regelmässig neue Projekte zum Thema Spitalinfektionen.

Aktuelle Projekte

progress! – Sicherheit bei Blasenkathetern

In Zusammenarbeit mit der Stiftung für Patientensicherheit hat Swissnoso die Surveillance-Methode des dritten Progress-Programms «Sicherheit bei Blasenkathetern» erarbeitet. Ziel dabei ist die Reduktion von Blasenkatheter-assoziierten Infektionen und nicht infektiösen Komplikationen wie etwa Verletzungen der Harnröhre. In einer Testphase am Inselspital Bern und am Universitätsspital Basel wurde die Funktionalität der Datenerhebung getestet und optimiert. Derzeit kommt die von Swissnoso entwickelte Surveillance-Methode an sieben Pilotspitälern zum Einsatz. Neben der Surveillance ist Swissnoso auch in fachlichen Fragen der Infektprävention in diesem Programm unterstützend tätig.

Nationale Punktprävalenz-Erhebung 2017

Subventioniert vom BAG, führt Swissnoso zusammen mit dem Universitätsspital Genf die Nationale Punktprävalenz-Erhebung über Healthcare-assoziierte Infektionen und die Anwendung antimikrobieller Substanzen in Schweizer Akutspitälern durch. Ziel der Studie ist es, aktuelle Zahlen zum Ausmass und zu den Folgen solcher Infektionen zu erhalten. Diese Erhebung wird nach den Kriterien des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten ECDC durchgeführt. Damit lassen sich die Schweizer Zahlen auch im internationalen Kontext beurteilen.

Umsetzung StAR

Im Rahmen der Umsetzung der nationalen Strategie gegen Antibiotikaresistenzen StAR erarbeitet Swissnoso zusammen mit der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie SSI und der Schweizerischen Gesellschaft für Mikrobiologie SGM Verschreibungsrichtlinien für Antibiotika, Richtlinien zur Prävention und Bekämpfung von Ausbrüchen sowie ein Konzept für Programme zum sachgemässen Umgang mit Antibiotika. Ziel ist es, mit praxistauglichen Produkten eine breite Akzeptanz und so auch eine optimale Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung zu schaffen. Erste Entwürfe der Richtlinien werden 2017 vorliegen. Das Projekt wird finanziell massgeblich vom BAG unterstützt.