Creutzfeldt-Jakob Krankheit: Vorsichtsmaßnahmen zur Prävention iatrogener Übertragungen im Spital

01.07.1996
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD) gehört zu den transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (fSE), eine Gruppe chronischer, neurodegenerativer Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Die Letalität dieser Krankheiten beträgt 100%. Erst in 1987 wurde der für die CJD vermutlich verantwortliche, infektiöse Agens erkannt und in den letzten Jahren intensiv erforscht. Gemäß dem heutigen Wissenstand handelt es sich dabei um sogenannte Prionen. Scrapie-ähnliche Prion-Proteine (PrPSc) sind pathogene Isoformen von im zentralen Nervensystem (ZNS) normalerweise auf der Zellmembran vorkommenden zellularen Prion-Proteine (PrPc), (c = zellular). Die Infektion verursacht nach langer Inkubationszeit eine spongiöse Hirndegeneration, die sich histologisch in Form einer Vakuolisierung manifestiert. Prionen sind definiert als "small proteinaceus infectious particles which resist inactivation by procedures that modify nucleid acid". Prionen erwiesen sich als extrem resistent gegenüber konventionellen Sterilisationsprozessen sowie weiteren physikalischen und chemischen Behandlungsverfahren (Dampfsterilisation
S. Harbarth, A. Alexiou, D. Pittet, B. Hörnlimann