Desinfektion von Instrumenten nach Kontakt mit HIV-haltigen Körperflüssigkeiten - ein Problem?

01.07.1995
Das Human Immunodefidency Virus (HIV) kann aus Blut, Speichel, Tränen, Liquor, Muttermilch, Urin, Samenflüssigkeit, Vaginalsekret, lymphatischem und Hirngewebe sowie Knochenmark isoliert werden. Instrumente, die bei HIV-infizierten Patienten verwendet werden, können nach Gebrauch mit HIV kontaminiert sein. So wurde HIV in einer Studie auf sieben von 20 ungewaschenen Endoskopen nach deren Einsatz bei mit HIV infizierten Patienten nachgewiesen. Da jeder Patient als potentiell infiziert gilt, sollten Vorsichtsmaßnahmen, die das Risiko einer Übertragung von HIV verringern, bei allen Patienten getroffen werden. Darunter fallen auch Desinfektionsmaßnahmen von Instrumenten. Die korrekte Desinfektion muß Gewähr dafür bieten, dass HIV und andere Krankheitserreger nicht auf weitere Patienten oder Medizinalpersonen übertragen werden können.
C. Ruef, P. Francioli