Die Gefährdung von Medizinalpersonen durch HIV
01.07.1995
Bereits 1Q84 wurde der erste Fall einer
HIV-Transmission nach einer Nadelstichverletzung
berichtet. In der Zwischenzeit
wurden an verschiedenen Orten auf Meldung
von Expositionen basierende Überwachungssysteme
eingerichtet, um die Häufigkeit
und Umstände von nosokomialen
HIV-Transmissionen zu untersuchen (vgl.
BAG Bulletin 31.7.95 für die Situation in
der Schweiz). Dabei ist es schwierig, im individuellen
Fall zu entscheiden, ob eine
HIV-positive Medizinalperson eine berufsbedingte
Infektion aufweist, wenn nicht
nach einer klaren Exposition eine Serokonversion
dokumentiert werden kann. Es muß deshalb bei den berufsbedingten HIV-Infektionen
zwischen dokumentierten und
möglichen Transmissionen unterschieden
werden.
J. Jost, C. Colombo, C. Ruef, A. Iten