Editorial, März 1995
01.03.1995
Nosokomiale Infektionen können sowohl Patienten als auch medizinisches Personal gefährden.
Nur Patienten betreffende nicht unmittelbare lebensgefährliche Infektionen wurden lange nicht allzu ernst genommen. Dies ändert sich seit die finanziellen Konsequenzen auch «banaler» nosokomialer Infektionen immer klarer werden und eine Qualitätskontrolle der Medizin gesundheitspolitisch gefordert wird. Ein typisches Beispiel dafür sind Harnwegsinfektionen bei Urindauerkathetern, die häufigsten nosokomialen Infektionen überhaupt. Immer noch werden Indikation des Dauerkatheters zu selten hinterfragt und unnütze Massnahmen wie Spülungen von Kathetern und Therapie asymptomatischer Bakteriurien zu häufig durchgeführt.
P. Francioli, H. Furrer, D. Pittet, P.-A. Raeber, C. Ruef, H