Institutionelle Strategie im Fall einer Masernepidemie

10.03.2005
Zwischen Anfang Januar und Mitte Februar 2005 wurden dem Kantonsärztlichen Dienst des Kantons Genf (DGS: Direction Générale de la Santé) 15 Fälle von Masern gemeldet; dies im Vergleich zu einem einzelnen Fall während des gesamten Jahres 2004. Die Epidemie betraf in erste Linie junge Erwachsene im Alter von 17 bis 44 Jahren. Nur zwei dieser Betroffenen konnten eine Impfung ausweisen. Dabei gilt heutzutage eine Person erst nach zwei Impfdosen oder durchgemachter Krankheit als immun. Ausserdem traten mehrere Fälle unter Spitalmitarbeitern auf; dies nach Kontakt zu initial nicht diagnostizierten Masernpatienten. Als Beispiel sei erwähnt, dass ein einzelner Patient, welcher weniger als einen Tag auf dem Notfall eines Spitals verweilte, drei Ärzte und eine Pflegefachfrau infizierte. Hinzu kamen noch zwei weitere Fälle von nosokomialer Übertragung.
S. Hugonnet, I. Uçkay, O. Rutschmann, L. Kaiser, N. Bessire,