Interessante Artikel: Transmission of Ebola virus (Zaire strain) to uninfected control monkeysin a biocontainmentlaboratory.

01.12.1996
Die Uebertragung des Ebolavirus als Folge eines direkten Kontaktes mit Virus-haltigem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten ist gut dokumentiert. Die meisten der an Ebola erkrankten Medizinalpersonen wurden auf diesem Wege infiziert. Ob das Virus auch via Aerosolbildung ausgehend von den Atemwegen infizierter Patienten auf Personen übertragen werden kann, die keinen direkten Kontakt mit diesen Patienten haben, ist eine wichtige, bisher noch nicht schlüssig beantwortete Frage. Der hier zusammengefasste Artikel bringt uns der Beantwortung dieser Frage wesentlich näher. Im Rahmen einer Therapiestudie mit Interferon wurdenmitEbolavirusinfizierteAffenim gleichen Raum untergebracht wie Affen ohne Infektion. Der Abstand zwischen den Käfigen der zwei Gruppen betrug ungefähr 3 Meter. Fütterung und Unterhalt der Tiere erfolgte vollständig getrennt Es bestand keinerlei Möglichkeit der Kreuzkontamination auf direktem Weg oder über die Tierpfleger, das Futter etc. Das Luftvolumen des Raumes wurde stündlich 10 bis 15 mal ausgetauscht. Alle infizierten Affen erkrankten und starben innerhalb 13 Tagen nach der Infektion. Nach 10 bzw. 11 weiteren Tagen verstarben zwei der drei Kontrollaffen. In den Lungen konnte das Ebola virusinhoher Konzentration nachgewiesen werden . Die in der Publikation dargestellten Daten belegen auf überzeugende Weise, dass die Ebolavirusinfektion via Aerosol zwischen Affen übertragen werden kann. Weitere Experimente belegen die Möglichkeit der Uebertragung durch konjunktivale cxler orale Exposition. Obwohl die Einschränkung gemacht werden muss, dass nicht ohne weiteres vom Affen auf den Menschen geschlossen werden kann, mahnen die Resultate dieser Studie zu grosser •Vorsicht. Die neuen Richtlinien des Centers for Disease Control and Prevention sowie die Empfehlungen in Swiss Noso fordern das Tragen einer Schutzbrille und einer Maske bei der Betreuung von Patienten mit viralem verdächtigt cxler bestätigt hämorrhagischem Fieber.
Jaax N., et al. Lancet 1995;346:1669-71