Interessante Artikel: Uebertragungsrisiko einer Virusinfektion durch Transfusion
01.07.1996
Das Uebertragungsrisiko einer viralen
Infektion während einer Bluttransfusion
gibt immer noch Anlass zur Sorge. In diesem
Artikel haben die Autoren die Daten
von 586'507 Personen gesammelt, die zwischen
1991 und 1992 in den Vereinigten
Staaten wiederholt ihr Blut spendeten
2'318'556 Blutspenden). In der Folge
berechneten sie die Inzidenz einer Serokonversion bei allen Blutspendern, bei denen
alle Screening-Teste durchgeführt werden
konnten. Danach wurde die Serokonversionsrate
in Funktion des serologischen Fensters
für jedes Virus angeglichen. Schlussendlich
haben sie die Reduktion geschätzt,
die durch den Gebrauch sensiblerer Detektionssysteme
wie die Suche viraler Antigene
oder Nukleinsäuren erzielt werden könnte.
Für die Blutspender deren Screening-Teste
negativ waren, war das geschätzte Risiko
sich im serologischen Fenster zu befinden
folgendes: Für HIV 1/493'000, für HTLV
1/641'000, für HCV 1/103'000, für HBV
1/63'000. Das gemeinsame Risiko für HBV
und HCV betrug 1/34'000. Nach Schätzung
der Autoren würde die Einführung neuer
Screening•Teste, welche das serologische
Fenster für die vier Viren verkürzen würden,
das Risiko um 27 bis 72 % vermindern.
Schlussfolgerend weisen die Autoren
darauf hin, dass das Uebertragungsrisiko
von Hiv, HTLV, HCV und HBV mit den
schon vorhandenen Testen sehr gering ist,
aber durch die Einführung neuer Screening.
Teste noch reduziert werden könnte.
Schreiber J.B., Busch P., Kleinman S.H. et al. New Engl J Me