Vorsichtsmassnahmen im Spital bei vermuteten oder gesicherten Fällen mit viralem hämorrhagischem Fieber
01.12.1996
Im Jahre 1991 publizierte das BAG in
(' Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe ein
Konzept, das die Vorsichtsmassnahmen bei
der stationären Behandlung von Fällen mit
viralem hämorrhagischem Fieber (VHF) regelte.
Im Laufe der letzten Jahre wurde diesbezüglich
in der Schweiz wiederholt Alarm
ausgelöst. Es handelte sich um einen bestätigten
Fall einer Ebolavirus-Infektion aus der
Elfenbeinküste, der in Basel hospitalisiert
wurde, sowie um Fälle mit entsprechender
Verdachtsdiagnose in Bern und Lausanne in
Zusammenhang mit den Ebola-Epidemien in
Zaire und Gabon. Vor kurzem verstarb in
Basel ein Patient an Gelbfieber, das in Lateinamerika
erworben wurde. Die Diagnose des
viralen hämorrhagischen Fiebers muss in die
differentialdiagnostischen Ueberlegungen bei
der Evaluation von Tropenrückkehrern mit
Status febrilis einbezogen werden.
C. Ruef, P.-A. Raeber, Komitee von Swiss-NOSO