Punktprävalenz-Erhebung HAI
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CH-PPS HAI

Punktprävalenz-Erhebung (PPS)

Rückblick 2026 und Ausblick 2027

PPS 2026: Erhebung erfolgreich abgeschlossen

An der nationalen Punktprävalenz-Erhebung (PPS) 2026 nahmen 104 Schweizer Akutspitäler teil. Die Erhebung ist abgeschlossen, und die vorläufigen Berichte wurden den teilnehmenden Institutionen bereits zugestellt. Die definitiven Berichte werden Ende November 2026 versendet.

PPS 2027: Eine Ausgabe, die man nicht verpassen sollte

Im Dezember 2026 werden die Schweizer Akutspitäler zur Teilnahme an der nächsten nationalen Punktprävalenz-Erhebung eingeladen.

Die PPS 2027 umfasst erneut die Erhebung zu healthcare-assoziierten Infektionen (HAI) und Antibiotikaverbrauch (AU). Sie findet zeitgleich mit der europäischen Erhebung des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) statt. Damit erhalten Schweizer Akutspitäler die Möglichkeit, ihre Ergebnisse in einem breiteren europäischen Kontext zu vergleichen.

Zusätzlich können die teilnehmenden Spitäler die Umsetzung der strukturellen Mindestanforderungen für die Prävention und Bekämpfung von healthcare-assoziierten Infektionen in Schweizer Akutspitälern evaluieren. Dafür kommt ein neuer, praxisorientierter Ansatz zum Einsatz, der sich stärker an den tatsächlich umgesetzten Aktivitäten in den Spitälern orientiert, anstatt lediglich das formale Vorhandensein von Massnahmen zu erfassen.

Weshalb an der PPS 2027 teilnehmen?

Die Teilnahme bietet Schweizer Akutspitälern drei wesentliche Vorteile:

  • Europäischer Vergleich: Einordnung der Ergebnisse im Rahmen der zeitgleich durchgeführten ECDC-Erhebung.
  • Praxisorientierte Evaluation: Überprüfung der Umsetzung der strukturellen Mindestanforderungen anhand eines neuen Fragebogens.
  • Positionierung gegenüber den operativen Zielen: Einschätzung des eigenen Umsetzungsstands im Bereich der Prävention und Bekämpfung healthcare-assoziierter Infektionen.

Die PPS 2027 bietet damit eine wichtige Gelegenheit, die eigene Situation zu analysieren, Verbesserungspotenziale zu erkennen und die Präventionsarbeit im Spital gezielt weiterzuentwickeln.

Über die PPS

Die Punktprävalenz-Erhebung (PPS) erfasst healthcare-assoziierte Infektionen (HAI) sowie den Einsatz von Antibiotika (AU) in Schweizer Akutspitälern. Ziel ist es, das Ausmass von HAI, antimikrobieller Resistenz und den Einsatz präventiver Strategien zu beurteilen.

Die PPS ist Teil der nationalen Strategien NOSO und StAR des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und wird durch das BAG finanziert. Sie liefert wichtige Daten, um Entwicklungen zu beobachten, Präventionsmassnahmen zu beurteilen und die Infektionsprävention in Schweizer Akutspitälern gezielt zu stärken.

Nationale Erhebungen

Die erste nationale PPS fand 2017 parallel zur europäischen Erhebung des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) statt. Dabei wurden Daten zu healthcare-assoziierten Infektionen und Antibiotikaverbrauch erfasst.

  • 2017: Teilnahme von 96 Spitälern mit knapp 13'000 Patientinnen und Patienten. Die HAI-Prävalenz betrug 5,9 % und entsprach damit dem europäischen Durchschnitt.
  • Folgeerhebungen: Die Ergebnisse bestätigten insgesamt eine stabile Prävalenz healthcare-assoziierter Infektionen und lieferten wichtige Erkenntnisse zum Antibiotikaverbrauch.
  • Regelmässige Durchführung: Die nationale Erhebung findet seit 2017 jährlich statt, mit Ausnahme des Jahres 2020.
  • 2025: Teilnahme von 97 Spitälern.
  • 2026: Teilnahme von 104 Spitälern. Die Erhebung ist abgeschlossen; die vorläufigen Berichte wurden bereits versendet, die definitiven Berichte folgen Ende November 2026.
  • 2027: Fortsetzung der nationalen Erhebung mit gleichzeitigem europäischem Vergleich und zusätzlicher Evaluation der Umsetzung der strukturellen Mindestanforderungen.

Teilnahme

Die PPS steht allen Schweizer Akutspitälern kostenlos offen. Swissnoso lädt die Spitäler zur Teilnahme ein. Die Einladungen zur PPS 2027 werden im Dezember 2026 versendet.

Interessierte Spitäler können sich bei Fragen zur Teilnahme per E-Mail an pps@swissnoso.ch wenden.

Die Teilnahme ermöglicht den Spitälern, ihre Situation im Bereich healthcare-assoziierter Infektionen und Antibiotikaverbrauch zu beurteilen, ihre Ergebnisse mit nationalen und europäischen Daten zu vergleichen und die Umsetzung der strukturellen Mindestanforderungen zu überprüfen.

Welche Patientinnen und Patienten werden erfasst?

Nicht erfasst werden Patientinnen und Patienten aus folgenden Bereichen:

  • Notfallstationen, ausser bei einem Aufenthalt von mehr als 24 Stunden
  • Psychiatrische Abteilungen
  • Rehabilitationsabteilungen
  • Langzeitpflegeeinrichtungen

Methodik

Die Erhebung erfolgt gemäss dem Protokoll des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), angepasst an die nationalen Bedürfnisse.

Die Datenerhebung findet an einem Tag pro Station statt. Mit der einheitlichen Methodik werden vergleichbare Daten zu healthcare-assoziierten Infektionen und Antibiotikaverbrauch erhoben.

Im Rahmen der PPS 2027 wird zusätzlich eine Umfrage zur Umsetzung der strukturellen Mindestanforderungen durchgeführt. Der neue methodische Ansatz legt den Schwerpunkt auf die tatsächlich umgesetzten Aktivitäten und unterstützt damit eine praxisnahe Einschätzung der Infektionsprävention in den teilnehmenden Spitälern.

Dateneingabe und -übermittlung

Die Datenerfassung erfolgt über das elektronische CH-PPS-Portal.

CH-PPS-Portal: haipps.org

  • Verantwortliche Personen können sich registrieren und ein Benutzerkonto erstellen.
  • Die Spitalcodes bleiben unverändert, ausser bei organisatorischen Änderungen wie beispielsweise Standortzusammenlegungen.
  • Pro Spital werden maximal zwei bis drei Personen für die Dateneingabe empfohlen.

Auswertung und Rückmeldung

Spitäler, deren Daten vollständig eingegeben wurden, können über die Funktion «Auswertung» im CH-PPS-Portal ihr individuelles Feedback abrufen.

Nach Abschluss der Erhebung werden anonymisierte und gruppierte Daten für die gesamte Schweiz auf der CH-PPS-Plattform veröffentlicht.

Die Ergebnisse unterstützen die teilnehmenden Institutionen dabei, ihre Situation einzuordnen, Entwicklungen zu erkennen und mögliche Verbesserungsmassnahmen abzuleiten. Durch die Teilnahme an der PPS 2027 wird darüber hinaus ein Vergleich mit den europäischen Ergebnissen möglich.

Kontakt

Bei Fragen zur PPS, zur Teilnahme oder zur Datenerhebung steht das Swissnoso-Team gerne zur Verfügung.

E-Mail: pps@swissnoso.ch

PPS 2027 – jetzt Teilnahme einplanen

Die Einladungen zur PPS 2027 werden im Dezember 2026 versendet.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Ergebnisse mit anderen Schweizer Akutspitälern und auf europäischer Ebene zu vergleichen, die Umsetzung der strukturellen Mindestanforderungen praxisorientiert zu evaluieren und Ihre Positionierung gegenüber den operativen Zielen zu stärken.