Validierung

Die Surveillance-Methode beeinflusst das Erkennen von Infektionen. Das kann zu einer Unterschätzung der Infektionsrate führen, selten auch zu einer Überschätzung. Das Validierungsprogramm soll das Überwachungssystem, dessen Zuverlässigkeit und die einheitliche Anwendung der Methode verbessern.

Beim Modul SSI Surveillance gilt es, die Methode einheitlich anzuwenden. Intensität und Detektionssensitivität können sich jedoch – je nach Personalressourcen und Surveillance-Prozessen – in Spitälern und Kliniken unterscheiden.

Die Validierung bedingt ganztägige Audits, die von erfahrenen Evaluations-Beauftragten vor Ort durchgeführt werden. In einem ersten Schritt wird Folgendes untersucht: die Strukturen und Prozesse der Surveillance, insbesondere die Falleinschluss-Methode, die Qualität und Vollständigkeit der Beobachtung während des Spitalaufenthalts und nach Spitalaustritt sowie die Methode zur Diagnose von Infektionen. Danach folgt die detaillierte Prüfung von 15 Patientendossiers, die zufällig ausgewählt werden. Im Zweifelsfall, beispielsweise wenn das (Nicht-)Vorhandensein einer Infektion nicht bestätigt wurde, wird eine zweite Validierung durchgeführt.

Die Qualität der Surveillance-Prozesse und der Ergebnisse wird anhand einer Skala beurteilt, die auf definierten und gewichteten Parametern beruht. Die Skala reicht von 0 (eindeutig mangelhaft) bis 50 (hervorragend). Die Gesundheitseinrichtung erhält einen detaillierten Bericht mit den geforderten Verbesserungen und mit Empfehlungen.

Kontakt:

AufgabenZuständigkeit
ProjektleitungMarie-Christine Eisenring
mchristine.eisenring@hopitalvs.ch
Tel. +41 79 357 13 18
Besuche vor Ort

Marylaure Dubouloz
marylaure.dubouloz@swissnoso.ch
Tel.: +41 78 841 53 47

Katja Di Salvo
katja.disalvo@swissnoso.ch
Tel.: +41 79 544 98 28