Teilnehmer

Neun Spitäler aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin nehmen an der Pilotphase dieses Moduls teil. In der ersten Hälfte 2018 soll das Modul landesweit eingeführt werden.

Für die Markteinführung des Moduls «Intervention zur Prävention postoperativer Wundinfektionen» konnte Swissnoso neun Spitäler für die Pilotphase rekrutieren, die zusammen ungefähr 1’300 chirurgische Betten aufweisen. Das Spektrum ist breit; es reicht von Universitätsspitälern und grossen Zentrumsspitälern bis zu kleinen Regionalspitälern. Sowohl öffentliche wie Privatspitäler sind vertreten. Dadurch ist sichergestellt, dass diese Intervention auch für weitere Spitäler eine Bereicherung sein wird.

Wieso sollte ein Spital teilnehmen?

Postoperative Wundinfektionen führen zu erhöhter Morbidität und Mortalität. Zusätzlich verursachen sie hohe Kosten und einen längeren Spitalaufenthalt. Seit 2014 werden ausgewählte Infektionsraten durch den Nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) transparent pro Spital veröffentlicht. So können die Spitäler ihre Raten untereinander vergleichen. Mit der Teilnahme an diesem Modul werden Spitäler dabei unterstützt, die Infektionsraten kontinuierlich und langfristig zu senken. Sie erhöhen damit die Behandlungsqualität und sparen gleichzeitig Kosten. 

Welche Anforderungen muss ein Spital für die Teilnahme erfüllen?

  • Schriftliche Bestätigung der Spitaldirektion, das Projekt zu unterstützen
  • Ernennung einer Projektleiterin/eines Projektleiters sowie eines Projektteams mit Mitarbeitenden aus dem Ärzteteam, der Operationspflege und von Spitalverwaltung/Qualitätsmanagement
  • Entwicklung lokaler Richtlinien, die die Ziele der Intervention abdecken
  • Zeitbudget für die gezielte Ausbildung des Personals in der Umsetzung dieser Richtlinien
  • Bereitstellung von Personal zur Überwachung der Umsetzung der Richtlinien bei mindestens 40 Operationen pro Jahr aus dem Katalog der Indikatoroperationen der Swissnoso-Infekterfassung
  • Vierteljährliche Treffen des Projektteams zur Besprechung der Resultate

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

KostenpunktPilotspitälerLandesweite Einführung
SockelbeitragCHF 5‘000≥100 chirurgische Betten: CHF 10’000
<100 chirurgische Betten: CHF 5’000
Jährlicher Beitrag ab landesweiter Einführung, voraussichtlich ab 2017CHF 50 pro chirurgisches BettCHF 50 pro chirurgisches Bett
Lokaler Arbeitszeitaufwand in FTEJahr 1: ca. 10%
Jahr 2: ca. 5%
Jahr 1: ca. 10%
Jahr 2: ca. 5%

Was bietet Swissnoso den Spitälern?

  • Ausarbeiten von national einheitlichen Richtlinien zur präoperativen Haut-Antisepsis inklusive Haarentfernung
  • Anleitung zur Erstellung und Anpassung von Richtlinien in Bezug auf die Interventionsziele
  • Schulungsunterlagen
  • Ausbildung des Personals, das die Intervention vor Ort leitet und die Erfassung durchführt
  • «Schnuppermorgen» im Operationssaal des Universitätsspitals Basel
  • Bereitstellung eines Fragebogens für die Überwachung der Operationen
  • Beratung bei Fragen
  • Berichterstattung alle drei Monate mit anonymisiertem Vergleich mit anderen Spitälern, als Benchmark (zunächst in Papierform, später elektronisch und automatisiert)
    Erwähnung der teilnehmenden Spitäler auf der Swissnoso-Website als «Leading Hospitals» für die Markteinführung des Interventionsmoduls

Neben diesen praktischen Punkten bietet Swissnoso eine enge Zusammenarbeit an. Die Spitäler können vor allem auch von der jahrelangen Erfahrung und dem Know-how der Swissnoso-Expertinnen und -Experten profitieren.

Teilnehmer der Pilotphase (nach absteigender Zahl chirurgischer Betten)

  • Hôpital du Valais, VS
  • Universitätsspital Basel, BS
  • Luzerner Kantonsspital, LU
  • Kantonsspital Baden, AG
  • St. Claraspital, BS
  • Hirslanden-Klinik St. Anna, LU
  • Spital Einsiedeln, SZ
  • CardioCentro, TI

Für interessierte Spitäler

Kontakt

Factsheet zum Modul