Bulletin

  • Massnahmen zur Vermeidung der Übertragung von Prionen (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit) bei Einsatz und Aufbereitung flexibler Endoskope in der Gastroenterologie, Empfehlungen 2016

    10. Juli 2016

    Neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie der Entwicklung neuer Sterilisationsverfahren und der Anpassung von Guidelines nationaler und internationaler Fachgesellschaften Rechnung tragend, wird in diesem hier vorliegenden Papier eine Literaturreview durchgeführt und eine aktualisierte Version der Empfehlungen zur Aufbereitung flexibler Endoskope verfasst. Diese Empfehlungen beschränken sich auf Endoskope, die im Gastrointestinaltrakt zur Anwendung kommen. Artikel als PDF

    Ch. Ruef

  • Prävention Katheter-assoziierter Bakteriämien: neue Guidelines … aus Schweizer Sicht

    21. Dezember 2015

    Katheter-assoziierte Bakteriämien sind relativ häufig und gehören zu den vier meistuntersuchten nosokomialen Infektionen. In der Literatur wird die Infektionsrate mit 1,8 bis 5,2 Fälle pro 1'000 Kathetertage angegeben. Katheter-assoziierte Bakteriämien sind mit höheren Kosten und einer längeren Hospitalisationsdauer verbunden. In den USA werden zusätzlich entstehende Kosten durch Katheter-assoziierte Bakteriämien, da es sich um eine «vermeidbare» nosokomiale Infektion handelt, seit 2008 nicht mehr von der Centers for Medicare and Medicaid Services vergütet, einem der grössten Versicherer. Diese Entwicklung zeigt, dass Interventionen zur Senkung der Infektionsraten, neben dem Ziel der Qualitätsförderung im Gesundheitswesen, auch von grossem gesundheitsökonomischen und -politischen Interesse sind. Artikel als PDF

    D. Vogel, J. Marschall

  • Aktualisierte Empfehlungen zur perioperativen Antibiotikaprophylaxe in der Schweiz, 2015

    20. September 2015

    Swissnoso Empfehlungen zur perioperativen Antibiotikaprophylaxe (AMP) wurden erstmalig im Jahr 2000 publiziert. Seither haben verschiedene Fachgesellschaften und Organisationen ihre AMP Richtlinien überarbeitet, insbesondere mit aktualisierten Empfehlungen für den Zeitpunkt der Verabreichung, die Wahl des Antibiotikums und dessen Dosierung (inkl. Gewichtsadaptierung), intraoperative Dosiswiederholungen und Dauer der Prophylaxe. Aus diesen Gründen ist auch eine Aktualisierung der Swissnoso Richtlinien angezeigt, die diese Erkenntnisse und Empfehlungen miteinschliesst. Diese vorläufigen Empfehlungen dienen als Basis für das Swissnoso Surgical Site Infection Interventionsmodul. Schweizerische medizinische Fachgesellschaften, welche diese Empfehlungen betrifft, werden eingeladen, ihre Kommentare und Verbesserungsvorschläge einzureichen, welche dann in einer späteren, finalen Version synthetisiert und in der Folge als Konsensus-Richtlinien publiziert werden. Artikel als PDF

    L. Senn, D. Vuichard, A. Widmer, G. Zanetti, St. Kuster

  • Epidemiologische Überwachung und Prävention von postoperativen Infektionen

    11. Juli 2014

    Der chirurgische Patient ist gegenüber dem internistischen Patienten einem höheren Risiko für nosokomiale Infektionen ausgesetzt. Dieser Unterschied ist vor allem, aber nicht ausschliesslich, durch postoperative Infektionen begründet, im internationalen Sprachgebrauch «surgical site infection» (SSI) genannt. Je nach Art der Intervention können weniger als 1% bis über 20% der operierten Patienten von einer SSI betroffen sein. Werden alle Patienten gerechnet, ist die SSI eine der meisterkannten und mit 25% wahrscheinlich sogar die häufigste nosokomiale Infektion, wenn asymptomatische Harnwegsinfektionen nicht berücksichtigt werden. Eine SSI verlängert den Spitalaufenthalt um 7-10 Tage, kostet durchschnittlich zwischen 3‘000 und 29'000 US-Dollar, führt zu einer Verdopplung der Operationskosten und erhöht das Sterberisiko um den Faktor 2 bis 11. Die Ursachen, welche zu einer SSI führen, sind multifaktoriell. Einige dieser Ursachen können durch präventive Massnahmen, welche vor kurzem in britischen und amerikanischen Richtlinien überprüft worden sind, beeinflusst werden. Dieser Artikel konzentriert sich unter all den aktuellen Aspekten auf eine konkrete Massnahme zur Verhinderung von SSI: die epidemiologische Überwachung, auch «Surveillance» genannt. Artikel als PDF

    N. Troillet, A. Widmer

  • Enterobacteriaceae mit Breitspektrum Beta-Laktamasen (ESBL) im Spital: Neue Empfehlungen Swissnoso 2014

    17. März 2014

    Im Jahr 2004 erschienen die ersten Empfehlungen zu spitalhygienischen Massnahmen bei Patienten mit Enterobacteriaceae mit Breitspektrum Beta-Laktamasen (Extended Spectrum Beta-Lactamases, ESBL) (1). Seitdem hat sich die Epidemiologie dieser Erreger deutlich verändert und es wurden neue Daten über nosokomiale Übertragungsrisiken publiziert, die potentiell wichtige Konsequenzen für das Management von Patienten mit ESBL produzierenden Bakterien haben. Zurzeit gibt es auf nationaler oder internationaler Ebene keinen Konsensus in Bezug auf Massnahmen zur Begrenzung der Verbreitung von ESBL produzierenden Enterobacteriaceae in Spitälern. Dies erklärt die Vielzahl von unterschiedlichen Richtlinien in den verschiedenen Spitälern. Ziel dieses Artikels ist es, basierend auf den neuen wissenschaftlichen Publikationen seit 2004, eine gemeinsame Empfehlung für das Screening von Patienten auf ESBL produzierende Enterobacteriaceae und für Präventionsmassnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung dieser Keime in Schweizer Spitälern zu verfassen. Artikel als PDF

    F. Tissot, A. Widmer, S. P. Kuster und G. Zanetti

  • Messung postoperativer Infektionen in der Schweiz: sollen die Ergebnisse der Spitäler veröffentlicht werden? Stellungnahme von SwissNOSO

    10. Juli 2013

    Die postoperativen Wundinfektionen (SSI für englisch ‚surgical site infections’) zählen zu den häufigsten Infektionen, die im Zusammenhang mit medizinischen Massnahmen auftreten können. Infektionen werden als SSI definiert, wenn sie nach einem chirurgischen Eingriff im vom Eingriff betroffenen Organ oder im Gewebe, das im Rahmen der Operation manipuliert wurde, auftreten [1,2]. Nationale Prävalenzmessungen haben gezeigt, dass die SSI die häufigste nosokomiale Infektion darstellte, wenn man die asymptomatische Harnwegsinfektion nicht zu den nosokomialen Infektionen dazu rechnet [3]. Je nach Eingriffsart können SSI bei weniger als 1% bis mehr als 20% der operierten Patienten auftreten [4-6]. Im Laufe der letzten Dekaden wurden Systeme zur SSI-Erfassung in vielen Ländern aufgebaut, dies zuerst in den USA, dann, aufbauend auf dem amerikanischen System auch in Europa [4,7-9]. Der Hauptzweck dieser Erfassungssysteme ist die Erhebung der Infektionsraten, damit diese den Spitälern und Chirurgen mit dem Ziel der Sensibilisierung gegenüber der Bedeutung dieser teilweise vermeidbaren Komplikation mitgeteilt werden kann. Die Kenntnis der Daten soll den Spitälern auch dazu dienen, die Wirksamkeit von Präventionsmassnahmen zu überprüfen. Seit einigen Jahren wird der Nutzen der Veröffentlichung von Spital-spezifischen Infektionsraten, insbesondere von SSI-Raten kontrovers diskutiert. Gewisse US-amerikanische Staaten sowie gewisse Länder wie Grossbritannien haben sich zu dieser Art der Veröffentlichung entschieden. Andere wie zum Beispiel Deutschland, Frankreich oder die Niederlande haben sich für eine vertrauliche Behandlung der Daten entschieden und publizieren die Liste der an der Infektionserfassung teilnehmenden Spitäler [10]. Artikel als PDF

    N. Troillet, M. C. Eisenring, C. Balmelli, K. Mühlemann, A. Widmer, H. Sax, G. Zanetti und Ch. Ruef

  • Einführung der EUCAST Antibiotikarichtlinien durch die schweizerischen Laboratorien: mikrobiologische und klinische Implikationen

    12. April 2013

    Die in vitro Bestimmung der Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber Antibiotika ist unerlässlich, um einerseits direkt die Antibiotikatherapie des einzelnen Patienten und anderseits indirekt dank der Kenntnis der lokalen Antibiotikaresistenzlage die empirische Therapie zu steuern. Sie ist auch nützlich, die Resistenzentwicklung auf lokaler (Spital) und nationaler Ebene (wie es das Anresisprogramm macht: www.anresis.ch) zu verfolgen. Es wurden mehrere Methoden für die Erstellung eines Antibiogramms entwickelt und kalibriert; sie beruhen einerseits auf der Agardiffusion (Blättchen-Agardiffusionstest oder Etest) und anderseits auf der Bouillonverdünnungsmethode (Mikrodilution). Heute benutzen die grösseren Laboratorien mehrheitlich dafür Automaten, welche oft ein Expertensystem besitzen. Artikel als PDF

    J. Bille, R. Zbinden

  • Veröffentlichung (“public reporting“) von Qualitätsindikatoren zu nosokomialen Infektionen – Chancen und Risiken

    30. Januar 2013

    Transparenz und Rechenschaftspflicht (accountability) im Gesundheitswesen sind in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden und werden von Medien, Patientenorganisationen und Akkreditierungsbehörden zunehmend eingefordert. Mehr Offenheit, z.B. durch die Veröffentlichung („public reporting“) der Häufigkeit nosokomialer Infektionen in einzelnen Einrichtungen, soll einen Ansporn für Spitäler darstellen, die Qualität ihrer Leistungen zu maximieren. In diesem Zusammenhang werden Gesundheitseinrichtungen in einer zunehmenden Zahl von Ländern per Gesetz verpflichtet, Qualitätsindikatoren zu nosokomialen Infektionen (NI-Indikatoren) zu veröffentlichen [1] ,obwohl die Evidenz für einen Nutzen dieser Maßnahme im Augenblick dünn gesät ist und eine ganze Reihe ungelöster methodologischer Schwierigkeiten besteht. Wie ist diese Entwicklung zu beurteilen? Artikel als PDF

    T. Haustein, H. Sax, N. Troillet und S. Harbarth

  • Prävention blutübertragbarer Krankheiten auf Patienten: Empfehlungen für Personal im Gesundheitswesen mit Hepatitis B-, Hepatitis C- oder HIV-Infektion

    26. April 2012

    Bundesamt für Gesundheit, Direktionsbereich Öffentliche Gesundheit, Abteilung Übertragbare Krankheiten Referenzzentren für blutübertragbare Infektionen im Gesundheitsbereich Das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern während pflegerischen und ärztlichen Massnahmen ist ein seit langem bekanntes Problem für das Gesundheitspersonal und die Patienten. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die blutübertragbaren Viren, die zu einer chronischen Infektion führen können. Im Fokus stehen hierbei Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV), dem Hepatitis-C-Virus (HCV) und dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV). Gemeinsam mit den Referenzzentren für blutübertragbare Infektionen im Gesundheitsbereich hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Dokument erarbeitet, welches als Informations- und Entscheidungshilfe dienen soll. Schwerpunktmässig wird das Thema der Übertragung dieser Viren vom Gesundheitspersonal auf den Patienten behandelt, da zur Übertragung vom Patienten auf das Gesundheitspersonal bereits Empfehlungen durch die Suva erarbeitet und verbreitet wurden [1]. Diese Richtlinien und Empfehlungen richten sich an sämtliche im Gesundheitswesen tätigen oder sich am Anfang der Ausbildung befindenden Personen, sowie an die Gesundheitsbehörden. Im Nachfolgenden soll das Wichtigste aus diesen Richtlinien und Empfehlungen, welche als pdf-Dateien in Deutscher und Französischer Sprache auf der BAG-Homepage zur Verfügung stehen, wiedergegeben werden. Artikel als PDF

    R. Kammerlander, C. Ruef, C. Colombo, P. Francioli und F. Zysset

  • Empfehlungen für den Infektionsschutz in Spital-Kinderkrippen

    10. Mai 2010

    Firmen und Spitäler stellen für die Kinder ihrer Mitarbeiter Kinderkrippen zur Verfügung. Kinderkrippen im Spital sind ein Spezialfall, da die Eltern Spitalmitarbeiter sind, und so Infektionen der Kinder sehr rasch via Eltern auf Patienten übertragen werden können. Daher hat die Swiss-Noso Gruppe spezielle Empfehlungen für diese Situation zusammengestellt, die natürlich auch für andere Kinderkrippen als Grundlage für den Infektionsschutz dienen können. Der Aufenthalt in der Krippe gewährleistet eine geordnete, betreute Tagesstruktur, beinhaltet für die Kinder jedoch ein erhöhtes Risiko von Infektionen durch die enge Nähe zu anderen Kindern und die gemeinsame Benutzung von Spielsachen. Infektionen bei Kindern sind oft transient und harmlos, können jedoch in Abhängigkeit von Erkrankungsalter und Infektionserreger auch lebensbedrohlich verlaufen oder mit bleibenden Folgeschäden verbunden sein (z.B. Masern). In Kinderkrippen von Spitälern besteht ausserdem das Risiko einer Krankheitsübertragung auf die Eltern und Einschleppung von Infektionserregern ins Spital. Ein adäquates Konzept zur Infektionsprävention in Kinderkrippen von Spitälern ist deshalb besonders wichtig. Artikel als PDF

    M. Bühlmann, A. Widmer, U. Heininger, B. Vaudaux und C. Berger

Swissnoso Bulletin

Das Swissnoso Bulletin behandelt verschiedene Aspekte der Prävention nosokomialer Infektionen und Antibiotikaresistenz.

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